Internationaler Frauentag -
8. März
Frauen werden in Österreich weiterhin stark benachteiligt!
Den Frauentag am 8. März sieht die Vorsitzende der Initiative Freiheitlicher Frauen, Dr. Andrea Sickl, zum Anlass, um sich über unhaltbare Zustände in Sachen Gleichberechtigung in unserem Land zu Wort zu melden:
"Österreich gehört EU-weit zu den Ländern mit dem größten Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen. Diese Tendenz ist leider sogar im Steigen begriffen. Frauen verdienen im Durchschnitt rund 40% weniger als Männer. BeamtInnen verdienen nur 91% des mittleren Beamteneinkommens, vertragsbedienstete Frauen nur mehr 76% der vertragsbediensteten Männer, weibliche Angestellte lediglich 50% der mittleren Männerverdienste und Arbeiterinnen gar nur 45% der Arbeiter. Diese Unterschiede lassen sich nur teilweise durch die hohe Teilzeitquote bei Frauen erklären. Auch beim Bruttostundenlohn beträgt der Einkommensunterschied laut Statistik Austria etwa ein Viertel – mehr als noch vor wenigen Jahren. Frauen müssen im Schnitt drei Monate länger arbeiten um dasselbe zu verdienen wie Männer. Das ist reine Lohndiskriminierung und lässt sich sachlich niemals rechtfertigen", erklärt Dr. Andrea Sickl, die in diesem Zusammenhang seitens der IFF weitere unzulängliche Maßnahmen der Bundesregierung kritisiert:
"Im April soll die steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung beschlossen werden. Allerdings wird diese Regelung nur für die Betreuung durch pädagogisch qualifizierte Personen gelten. Das heißt also, dass Ausgaben für Au-Pair- und Kindermädchen unberücksichtigt bleiben. Ich glaube aber nicht, dass alle Eltern ausgebildete KindergärtnerInnen engagieren können. Einmal mehr erleben wir eine vollmundig angepriesene Aktion unserer Regierung, die zielgenau an den Bedürfnissen der Frauen vorbei ins Leere greift. In Wahrheit hat unsere von Männern dominierte Regierung nicht die geringste Ahnung von der Doppelbelastung vieler Frauen in deren Aufgabe als Mutter sowie in der Arbeitswelt", ärgert sich Dr. Sickl und deponiert abschließend seitens der IFF folgendes Maßnahmenpaket zur Verringerung der geschlechterspezifischen Einkommensschere:
- Die Wirtschaftsförderung in den Betrieben muss an die betriebliche Frauenförderung gebunden werden.
- Um Frauen in ihrer Doppelbelastung als berufstätige Mütter zu entlasten, benötigen wir bundesweit flächendeckende qualifizierte Kinderbetreuungsstätten zu arbeitnehmerInnenorientierten Öffnungszeiten. Entsprechende Einrichtungen sollten für die Eltern mit keinen Mehrkosten verbunden sein, ganztägig zur Verfügung stehen und zusätzlich auch Kinder betreuen, die noch nicht drei Jahre alt sind.
- Zusätzlich müssten seitens des Bundes und der Länder mehr Mittel für Wiedereinstiegs-, Orientierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen von Frauen zur Verfügung gestellt werden, um diesen die Möglichkeit zu eröffnen, sich auch in zukunftsweisenden Berufsfeldern zu etablieren.
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