Gratiskindergärten
Gemeinderätin Benedik fordert mehr Investitionen in Kinderbetreuungsplätze!
Die Stadt Graz lukriert aus dem neugeschaffenen Modell der Gratiskindergärten Mehreinnahmen in der Höhe von 2,6 Millionen Euro!
Im alten Modell war der Kindergartenbeitrag nach dem Einkommen sozial gestaffelt. Dadurch kam es natürlich zu Einbußen auf der Einnahmenseite für die Stadt Graz. Nachdem aber die Kindergartenplätze nun gratis vergeben werden, springt das Land Steiermark mit einem pauschalen pro Kopfbetrag ein, womit die Einbußen infolge sozialer Staffelung natürlich entfallen.
"In Wahrheit hat die Stadt Graz dadurch Mehreinnahmen in der Höhe von 2,6 Millionen Euro plus der zusätzlichen 543.000 Euro aus dem Förderrückstau für neue Kindergartenplätze. Ich fordere, dass Herr Stadtrat Eisel-Eiselsberg diesen Betrag auch wieder dem ursprünglichen Zweck zuführt, wurden doch im vorigen Kindergartenjahr und heuer keine neuen städtischen Kindergärten errichtet bzw. in Planung gesetzt. Wie blauäugig ist der Stadtrat, wenn er behauptet, dass der Bedarf – sprich Ansturm – nicht vorhersehbar war.
Richtig ist vielmehr, dass der Herr Stadtrat diese Mehreinnahmen vom Land für den Ausbau von Kinderkrippen verwendet hat. Hier bestand bereits seit Jahren Nachholbedarf auf den ebenfalls nicht rechtzeitig reagiert wurde.
Natürlich gerät Stadtrat Eiseilberg jetzt in die Zwickmühle, da nämlich sowohl in Kinderkrippen als auch in Kindergartenplätze investiert werden muss. Ergänzend ist auch die zusätzliche Ausbildung von Tagesmüttern zu fördern.
Wenn derzeit Kinderkrippen und Ganztageskindergartenplätze zuhauf fehlen, müssen Land und Stadt tiefer in die Tasche greifen, um endlich mit dem Ausbau von Kindertagesbetreuungsstätten beginnen zu können.
Auch Frau Landesrätin Vollath soll sich nicht einfach zurücklehnen, sondern muss zusätzliche Fördergelder locker machen.
Abgesehen vom primären Nutzen würden sich daraus auch Synergieeffekte für die Grazer Wirtschaft ergeben. Die notwendigen baulichen Maßnahmen und die entstehenden neuen Arbeitsplätze könnten durchaus als kleines Konjunkturpaket der Stadt Graz in wirtschaftlich schweren Zeiten gesehen werden", erklärt Gemeinderätin Ingrid Benedik ihr Anliegen.
"Außerdem verlange ich von Stadtrat Eisel-Eiselsberg eine Offenlegung der Zahlen über den Bestand an städtischen Kinderbetreuungsplätzen zum Stichtag 31.12.2008 und deren Entwicklung seit dem 31.12.2007. Da können wir dann die in Zahlen gegossenen Tatsachen begutachten. Stadtrat Eiselsberg sollte nicht versuchen, die Misere schön zu reden, er ist vielmehr angehalten endlich tätig zu werden", so Gemeinderätin Benedik abschließend.
Rückfragehinweis: GR Ingrid Benedik (0664 / 522 36 52)
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